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Es werden Posts vom Juni, 2009 angezeigt.

Ist HSH gewaltfrei?

In einem Pferdeforum wurde ich mal danach gefragt, warum ich glaubte, dass die HSH-Methode gewaltfrei sei, wo wir die Pferde doch so eng ausbinden würden. Hier meine Antwort: Gewaltfrei deshalb: Es wird zunächst nichts am Gebiss gemacht. Alle Trainingseinheiten finden am weich gepolsterten Kappzaum statt. Es gibt keine Strafen mehr. Ich nehme auch ein ungewolltes Verhalten des Pferdes an und mache eine Lektion daraus. Beispiel: Das Pferd hat die Kurzkehrt-Wendung gelernt und bietet sie mir an der langen Seite ungefragt an. Ich lasse dem Pferd seinen Willen, es darf die Kurzkehrt-Wendung zu Ende bringen, aber ich achte darauf, dass das ordentlich passiert. Nach wenigen Schritten geradeaus "in die falsche Richtung" verlange ich ein erneutes Kurzkehrt wieder zurück. Jetzt bin ich wieder da, wo ich eigentlich hinwollte. Es hat keine Mäkelei gegeben, das Pferd ist zufrieden. ich belohne quasi den Versuch des Pferdes, mitzudenken und mir etwas anzubieten. Anderes Beispiel: Der Span...

Reithallenbande - allerletzter Teil

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Da geht sie nun endgültig dahin: Die alte Reithallenbande. In einem Gewaltakt von zwei Tagen habe alle Bretter abgefackelt. Nun ist auch der Vorplatz der Halle wieder etwas aufgeräumter...

Halleluja....

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Darf ich vorstellen: Den Nesthocker-Schwalbenchor aus Tangstedt. Aus kräftigen Kehlen schmettern sie ihr Halleluja. Solist Federkiel (ganz links) wartet konzentriert auf seinen Soloauftritt! Man wird gewiss noch von diesen aufgeweckten Vögeln hören - auch wenn Sopranstimmchen Martha Gelbschnabel (ganz rechts) noch ein paar Nachhilfestunden braucht!

Rasga lernt HSH!

Heute ist nun der große Tag für Rasga - oder besser gesagt für mich: Ich will Rasga mit der kompletten HSH-Ausrüstung in der Halle bewegen. Was wird sie dazu sagen? Evi hat Sorge, dass sich Rasga zu sehr aufregt, weil sie sich durch das Zaumzeug eingeengt fühlen könnte... Na, schaun wir mal! Birgit ist auch da, um alles genau zu beobachten. Und wir warten gespannt auf Dani, die ja alles filmen will. Ich sattle Rasga: Sattel weit hinten mit der rutschfesten Sattelunterlage drunter, Gurt ganz gerade nach unten gegurtet, langsam von beiden Seiten um je ein Loch verkürzt, bis er ganz stramm sitzt. Vorher habe ich die Dreieckszügel um den Sattelgurt eingeschnallt. Muss ja vorher passieren, weil man sonst nicht mehr drunter kommt. Ich nehme den Kappzaum von Donovan. Rasga scheint einen ganz kleinen, zierlichen Kopf zu haben. Dann kommen noch die Zügelhalter in die Steigbügelhalter und daran wird mit Ober- und Unterzügel ausgebunden. Ich verschnalle alles gaaaaanz lang. Vor allem die Oberz...

Arbeit mit Rasga an der Hand

Die Vorbereitung von Rasga auf die HSH-Ausbildung geht weiter. Für heute hat sich Birgit abgemeldet, ich bin mit Rasga allein in der Halle, d.h. fast allein: Evi konnte ich überreden zuzugucken. Rasga ist ein bisschen nervös heute, weil es draußen wieder wie aus Kübeln gießt und eine der Dachrinnen an der Hallenaußenseite offenbar verstopft ist und das Wasser laut plätschernd überschwappt. Egal, Rasga muss sich trotzdem konzentrieren. Da bestehe ich drauf. Die üblichen Schrittübungen gehen wie gewohnt gut, "Schaukel" vorwärts und rückwärts - auch in schnellem vor und zurück ebenso. Das Schulterherein an der Hand auf großem Kreisbogen mag sie immer noch nicht, aber sie macht mit - links wie rechts, auch im Trab. Dass sie gelegentlich dabei stöhnt, ignoriere ich, lobe aber tüchtig. Dann probiere ich ein paar "Einwickelaktionen" mit der Longe. Hat sie Angst, wenn die Leine um ihre Beine hängt? Nein! Ich kann sie darin ein- und wieder ausdrehen, in beide Richtungen. ...

Die Schwalben werden flügge

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Meine Schwalben, die sich im Mai bei mir niedergelassen haben und ausgerechnet auf dem Trafo der Wassertränken ihr Nest bauten, sind rund um die Uhr beschäftigt, ihren Nachwuchs satt zu kriegen. Vier Junge sind geschlüpft. Sie sind inzwischen so groß, dass sie kaum noch nebeneinander ins Nest passen. Ich habe sie gefilmt. Das erste Video zeigt die vier Racker, wie sie sich von einer Fliege irritieren lassen. Sie sperren wie wild die Schnäbel auf, weil der dicke Brummer dicht an ihren Köpfen kreist. Ihr Fress-Reflex ist gut ausgeprägt! Es sieht fast so aus, als wollten sie die Fliege schnappen. Im zweiten Video kommt Papa Schwalbe, die Kleinen zu versorgen. Ich denke, dass sie morgen ihre erste Flugstunde nehmen werden. Ich werde es verfolgen!

Zeigt her eure Füße...

Seit Donovan bei mir ist, war er noch nicht beim Schmied. Und nun ist er überfällig. Mir graut ein wenig davor, weil er ja zum Verrecken seine Füße nicht hochhalten will. Ich gehe voher mit ihm in die Halle und arbeite ihn. Dann ist er schon ein wenig "abgearbeitet" und steht besser ?!? Ich habe Huforthopädin Elke Kaiser als Schmiedin. Sie kommt heute mit zwei Helferinnen. Das ist mir ganz recht. Wir gehen auf den Vorplatz der Halle, Donovan guckt etwas quer. Hier waren wir noch nie! Immer nur in der Halle, dem Platz oder auf der Weide. Während ihre Helferin das Vorderbein mit einem Gurt hochhält, Elke am Bein herumraspelt, lenke ich Donovan vorne mit einem Leckerli ab, das er aber erst kriegt, wenn der Fuß von Elke abgesetzt wurde. Er ist gar nicht so schlimm, wie ich dachte. Er versucht, das Bein ein paar Mal wegzuziehen, aber alle Mann halten fest, dann gibt er nach. Elke besteht sogar darauf, seinen Fuß auf den Dreibein zu stellen, um gut außenherum zu raspeln. Auch das g...

Eine weitere Einheit mit Rasga

Ich bin heute allein mit Rasga in der Halle. Birgit konnte nicht, und Evi war auch nicht da. Ich gehe mit Rasga (mit Knotenhalfter und Longe)ganze Bahn, übe gleich zu Beginn die kurzen Schritte. Rasga hat von gestern ganz viel behalten. Sie ist gleich bei der Sache und tritt nur noch zwei Hufbreit vor. Es fehlt ihr noch an Gleichmäßigkeit im Tempo. Das kommt schon noch. Dann gehe ich mit ihr in möglichst kleinen Schritten rückwärts. Ich muss Rasga nur einmal mit dem Stöckchen an der Brust antippen, dann hat sie begriffen: Wenn ich auf Sattelhöhe gehe und mit der rechten Hand an der Flanke sachte nach rückwärts schiebe, kommt Rasga langsam in kleinen Schritten mit. Ich berühre sie nur an der Flanke, die Longe hängt vollkommen durch, Rasga bleibt ganz gerade. Ich experimentiere etwas mit dem Stöckchen, kurzen Schritten, Anticken und viel Lob und erkenne: Rasga ist ein gaaaaaanz feines Pferd. Jede gröbere Berührung, jeder laute Ton ist für sie fast eine Beleidigung. Dann verspannt sie...

Ich darf wieder mit Rasga arbeiten!

Weil es am Freitag mit Rasga so gut klappte, hat mich Evi für die ganze Woche für Rasga "angeheuert". Birgit ist auch da, um zu sehen, was ich mit Rasga die Tage zuvor gemacht habe. Ich wiederhole mein Program. Ausrüstung: Parelli-Halfter und Longe. Ich beginne mit Schritt- und Halteübungen. Die kann Rasga schon sehr gut. Das gibt ihr Selbstvertrauen. Dann geht's an das Schulterherein an der Hand auf einem großen Zirkel. Das macht Rasga inzwischen auch ganz prima, aber es fällt ihr schwer, und manchmal muss sie ganz laut stöhnen. Aber sie entspannt sich dabei, wird immer ruhiger. Dann übernimmt Birgit. Schließlich ist sie ja fast täglich mit dem Pferd beschäftigt. Ich zeige ihr, wie sie richtig gehen muss, um Rasga im Schulterherein nicht über die Schulter abzudrängen. Birgit begreift schnell, aber sie strengt sich noch viel zu sehr dabei an. Birgit kann Rasga sogar im Trab ins Schulterherein schicken, und beide machen eine gute Figur. Das tut Rasga gut. Sie lernt, mit ...

Die Arbeit mit Donovan geht weiter

Nach dem Schrecken mit dem Losreißen gestern, will ich die Seitengänge etwas festigen. Ich beginne wie üblich mit Führen, gehe aber schon nach einer Runde hinter ihm her. Links herum: Kein Problem. Aber rechts herum hat er seit gestern verlernt. Ich muss sehr stark mit der Außenleine korrigieren, verhindern, dass er nach innen läuft. Und ich kriege ihn kaum durch die Ecke beim Radio. Wir, d.h. er dreht sich mehrmals um sich selbst, ich drehe mich mit, weil ich ihn erst nach zwei mal drehen "auf die Spur" bringen kann. Das Außenherum hat er etwas verlernt, dafür kann er heute super gut anhalten. Ich brauche die Leinen nicht mehr, er reagiert auf Stimmkommando. Und er setzt seine Beine auf Stimme und minimales anticken richtig. Es gelingen einige passable Seitwärtstritte. Ein Schenkelweichen oder Travers ist es noch nicht. Aber: wir haben ja alle mal klein angefangen!

Und wieder ein neues Video!

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Für heute Abend hat sich Dani wieder angemeldet, um mich erneut Donovan zu filmen. Ein großes Geschenk, dass ich mich so regelmäßig bei der Arbeit beobachten kann! Danke,Dani! Ich will heute mit Donovan "ganz normal" arbeiten und all die Sachen für mich auf Video sehen, die ich sonst hinten gehend nicht beurteilen kann. Donovan ist ein bisschen aufgeregt. Rasga ist wieder hoch rossig, und Donovan hat sie zum Fressen gern. Deshalb beginne ich mit mehreren Runden Schritt-Führen und Geradestehen. Donovan macht gut mit, und ich kann doch recht bald wieder hinterhergehen. Neuerung: Ich habe jetzt mein Weidenstöckchen auch beim Hinterhergehen in der Hand und benutze es auch, um einen fleißigeren Schritt zu bekommen. Donovan hält inzwischen auf Stimmkommando und Leinenzug an und lässt sich "geraderichten" durch Anticken mit dem Stöckchen. Das ist ein großer Fortschritt. Gelegentlich bietet er mir das Anhalten sogar von selbst an. Ich akzeptiere und lobe kräftig. Fäng...

Tangstedt im Regen

Wenn es hier mal regnet, dann aber tüchtig! Mit Gewitter, Hagel und allem drum und dran. Kaum zu glauben! Regenvideo

9 Tage war Rasga krank - jetzt läuft sie wieder, Gott sei Dank!

Vor etwas über einer Woche ist Rasga eines Morgens nur zur Weide geschlichen, wollte den anderen wohl hinterherrennen, konnte aber nicht. Äußerlich war nichts zu sehen, aber Rasga ging schon seeehr bedächtig. Hufrehe war es eindeutig nicht - die große Angst von Evi -, Verschlag konnte es auch nicht sein. Ich habe meine Beobachtung ins Stallbuch geschrieben und Evi informiert. Zufällig war für den selben Nachmittag Rasgas Tierarzt bestellt - eigentlich nur zum Impfen und Zähne kontrollieren. Na das passte ja. Sara, die unsere Pferde mittags von der Wiese holt, beobachtete auch, dass Rasga gar nicht mitkommen wollte (konnte), und sie große Mühe hatte, das Pferd hinter sich her zu zerren. Der Tierarzt attestsierte einen verschobenen Halswirbel, gab Rasga eine entzündungshemmende, schmerzstillende Spritze und verordnete, das ganze zu beobachten. Hmmm, das machen Tierärzte oft, wenn sie nicht so recht wissen, was sie tun sollen. Am Ende der Woche wollte er zur Kontrolle wiederkommen. Erwart...

Ein Gruß an Judith!

Von dieser Stelle einmal ein ganz lieber Gruß von Rasga und mir ins ferne England. Judith - die Besitzerin von Rasga - verfolgt diesen Blog nämlich regelmäßig!

Eine hoch motivierte Cera macht Spaß!

Das Wetter ist ein Traum, ich beschließe, mit Cera auf den Platz zu gehen. Ich bin wieder am Boden, möchte immer noch meine kurzen Tritte verbessern und die Galopp-Pirouette. Ich binde sie gleich kurz aus und beginne mit zwei Runden Schritt um den Platz. Es ist ein bisschen schwül, will daher sanft anfangen, zumal Cera gestern nichts getan hat. Cera schreitet fleißig voran. Dann gehe ich ins Travers. Das habe ich in den verganenen Wochen ein bisschen vernachlässigt, weil ich mehr an anderen Dingen gearbeitet hatte. Cera ist heute hoch motiviert. Sie geht ganz willig seitwärts. Ich mache mit ihr zwei ganze Runden auf beiden Händen. Dann probiere ich die Traversale. Auch die klappt erstaunlich gut. Nach rechts rüber fällt es Cera deutlich leichter, als nach links. Danach gehts zwei lange Seiten an die kurzen Tritte. Ich mache sie nicht im Travers, sonder auf der Geraden, hinter ihr hergehend. Cera weiß, was ich von ihr will und gibt sich Mühe. Ich lobe sie nach drei-vier ganz passable...

Katze Jenny liebt Pferde...

Heute Abend war Superwetter - nicht zu warm und immer noch sonnig und vor allem windstill... Wenn ich bei den Pferden bin, ist Glückskatze Jenny nicht weit. Meist schmeißt sie sich den Pferden vor die Füße, hofft, dass sie ein bisschen gekrault wird. Noch lieber sitzt sie irgendwo auf dem Zaun oder auf der Mauer, um mich und die Vierbeiner von oben herab zu beobachten. Heute habe ich endlich mal ein paar Schnappschüsse von ihr machen können. Seht selbst (Videos nur 1,5 MB groß - für Christine :-) ): Und wie ihr auf dem zweiten Video sehen könnt, scheut sie sich auch nicht mal mit der Pfote zuzulangen, wenn die Pferde keine Lust mehr haben... Video 1 .......................................... Video 2

Häschen in der Grube - saß nicht und schlief!

Ich war heute relativ spät zu Hause - viel zu viel Verkehr unterwegs - und habe in aller Ruhe mit Birgit einen Tee getrunken. Die Pferde haben Pause. Abends gehe ich noch mal raus - ich bin inzwischen alleine auf dem Hof - um die Rösser mit Kraftfutter zu versorgen. Vorher aber gibt's für Donovan und Cera eine anständige Putzsession. Sie lieben es inzwischen beide, tüchtig durchgekratzt zu werden. Während ich mit Donovan das "Pfötchen geben" übe, hebt er plötzlich den Kopf und stiert auf die Weide. Ich dann auch. Und was sehe ich? Zwei Feldhasen die sich mitten auf der Wiese tummeln, herumhoppeln, fressen und sich putzen. Was für ein Motiv! Ich renne zurück in die Wohnung und hole die Kamera. Als ich endlich wieder draußen bin hat sich das Pärchen schon weiter weg getrollt. Ich muss den Zoom ganz weit aufziehen, um die beiden noch draufzukriegen. Mit meiner Kamera kein Problem - wäre da nicht Donovan, der natürlich ganz genau prüfen muss, was ich da wohl mache. Als ic...

Mit Gebiss geht es auch...

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Auf die heutige Arbeit mit Donovan freue ich mich besonders: Heute waren nämlich Angela und ihre Kinder da, um ihren Schrank auszuräumen. Dabei fiel die Trense von Pony Lucky für mich ab. Angela hat sie mir geschenkt. Sie passt Donovan perfekt - inklusive einfach gebrochener, dicker Wassertrense. Ich habe alles bis auf das Nackenstück abgebaut. Die Trense besteht jetzt nur noch aus einem Riemen der von einem Gebissring zum anderen führt. Mit einer Handvoll Hafer "bewaffnet" habe ich ihm "das Ding" schmackhaft eingelegt. Er hat es ertragen wie ein Mann. Erst versuchte er natürlich das Gebiss auszuspucken. als das nicht gelang hat er drauf herumgelutscht. Etwas schwieriger wurde es mit dem Kappzaum, der ja dann unterdurchgeschlauft wird. Donovan will einfach nicht so lange still halten. Aber dann ging es doch. Nicht, dass ihr glaubt, durch das Gebiss im Maul passt nichts anderes mehr rein! Weit gefehlt. Dreieckszügel, die Enden der Leinen usw. lutscht er immer no...

Ich kann hinterhergehen!!!!

Die letzten beiden Tage hatten beide meine Pferde Ausruhzeit. Das lag an dem ungeheuren Sturm, der hier über den Hof fegte. Alles klapperte, flog weg. Da ist auch Donovan unkonzentriert. Heute hat der Wind etwas nachgelassen, deshalb freue ich mich schon auf die Arbeit mit ihm. Ich beginne wie immer mit Führ- und Stehübungen. Das Geradestehen funktioniert immer besser. Ich muss immer noch korrigieren - aber: Donovan lässt mich auch korrigieren. Es genügt das Zeigen mit dem Stöckchen, und Donovan bewegt seine Hinterfüße. Nicht immer in die richtige Richtung, aber immerhin weiß er schon, dass ich etwas von ihm will. Dann reicht ein leichtes Antippen, und er richtet sich aus und ich kann ihn ausgiebig loben. Mein eigentliches Ziel heute ist aber das Hinterhergehen. Ich beginne wieder wie vorgestern am Spiegel. Diesmal bin ich deutlich beherzter beim Losgehen und lasse die Leinen an seine Hinterbeine klatschen. Zart, aber bestimmt. Dazu das laute Kommando "Voran!". Donovan zuc...

Donovan macht Fortschritte

Nachdem Donovan zwei Tage Pause hatte, ziehe ich ihn heute wieder raus. Ich würde ihm gern die "Blindtrense" einlegen. Einpassendes Gebiss habe ich gefunden. Was aber nicht passen will, ist der Lederiemen. Er ist das Herzstück einer alten, rundgenähten Trense meiner Trakehner-Rentnerin Hazel, die immer noch - nun 29-jährig - auf einem Gnadenhof steht. Donovans Kopf ist dafür einfach zu klein. Schade. Muss ich mit der Trense bis zum Wochenende warten, bis ich was anderes gefunden habe. Ansonsten geht's wie am Wochenende weiter. Ganz allmählich stellen sich Fortschritte ein. Ich muss ihn mit dem Stöckchen nicht mehr immer zum gerade hinstellen anticken. Es genügt, mit dem Stöckchen dahinzuzeigen. Er reagiert manchmal noch unwirsch, aber nach zwei, drei Versuchen stehen die Hinterbeine perfekt. Ich kann loben! Allerdings hat er - während ich an den Hinterbeinen lobe - vorne schon wieder die Ausbinder, Teile der Longe oder das Sporenriemchen im Maul... Weiter übe ich au...

Auch mit Cera geht es weiter voran

Meine arme Cera hat in den letzten Wochen ja nicht so viel tun dürfen. Erst kam der Hallenbau dazwischen, dann meine geprellten Rippen. Aber heute nehme ich sie wieder raus (ich hatte sie schon letzte Woche zweimal draußen). Fritz Stahlecker hatte mir mehrere Vorschläge gemacht, wie ich mit ihr weiterarbeiten sollte. Das setze ich jetzt in die Tat um. Ich möchte mit ihr einmal eine gute Galopp-Pirouette hinbekommen. Die Kraft in der Hinterhand hat sie schon, aber sie springt mir immer aus der Pirouette raus. Fritz schlug mir vor, dem Pferd erst einmal den Galopp auf der Volte beizubringen. Das kann sie schon, allerdings auf Körpersprache hin. Jetzt muss sie lernen auf das Wortkommando "Galopp" und das Anticken mit dem Stöcken loszulaufen. Das Anticken brauche ich, wenn ich einmal hinter ihr hergehen will, während sie vorne ruhig galoppiert. Mit dem Anticken am jeweiligen Hinterbein kann ich später auch bestimmen, auf welcher Hand sie angaloppiert. Cera macht bei dieser ...

Geduld und Konsequenz

Getreu meiner gestrigen Erkenntnis arbeite ich mit Donovan im gleichen Stil weiter. Es geht nicht besonders gut, weil sich Donovan von jedem Geräusch ablenken lässt. Manchmal tritt er nach der touchierenden Gerte, manchmal stampft er mit dem Fuß auf. Mich stört es nicht. Ich mache unbeirrt weiter. Noch eine Neuerung: Ich halte extrem viel Körperkontakt mit Donovan, lege meine Hand beim Führen auf den Widerrist, auch mal auf die Kruppe, streiche die Beine noch intensiver ab, wenn sie gut stehen, krieche dabei weit unter seinen Bauch.

Ein Schritt zurück

Mit Donovan klappt alles so leidlich. Er lässt sich inzwischen stressfrei satteln und in die HSH-Ausrüstung stecken. Es gelingt mir auch, ihn dabei einigermaßen ruhig stehen zu lassen. Aber so ganz gelassen geht es eben doch nicht vonstatten. Deshalb entschließe ich mich,noch eimal in das Ausbildungsvideo von Fritz Stahlecker zu sehen. Ich kenne die Videos fast auswendig, aber, wie ich jetzt feststelle, habe ich den Anfang stets im Schnellverfahren vorgespult, weil die Anfänge damals für meine Stute Cera nicht relevant waren. Sie war ja längst geritten gewesen. Was mir beim intensiven Studium besonders auffällt: Fritz regelt die meisten Gehorsamsübungen seines jungen Hengstes in der Box. Wenn er mit ihm das erste Mal in die Halle geht, ist das Pferd längst mit der Ausrüstung und mit der Trense vertraut. Hmm, das habe ich versäumt. Zum einen, weil Donovan ja in der Außenbox steht, wo das Arbeiten mit ihm schwieriger ist, zum anderen, weil ich nirgendwo dort anbinden kann. Ich hä...

Donovan im Freien

Wir haben sonniges Wetter, obwohl es heute tagsüber kräftig geschüttet hat. Es ist recht kalt, knapp 12 Grad. Aber der Boden (ist ja auch frisch "renoviert") ist klasse, fast wie Wattboden - fest, aber nicht hart. Und er ist kein bisschen matschig und auch nicht mehr staubig. Donovan stecke ich komplett in seine "HSH-Uniform". Das antütteln geht immer besser von der Hand, er bleibt immer besser dabei stehen. Um das Angurten des Sattels muss ich mir Gott sei Dank keine Gedanken machen. Donovan erträgt es geduldig. Nach einigen Schritten gurte ich noch mal nach - jetzt sitzt der Sattel bombenfest und an der richtigen Stelle. Mit Wallachen, die offenbar nicht so eine große Rippenwölbung wie Stuten aufweisen, ist es doch deutlich einfacher, hinten zu satteln und ihn auch dort zu halten. Jetzt kann ich Donovan auch richtig am Kappzaum ausbinden. Ich habe nur noch vier Loch übrig (gestartet bin ich im neunten Loch). Donovan muss jetzt den Kopf runter nehmen, ob er wil...